Lodzer Stadttor – zurückhaltende Ästhetik

Im Zentrum der drittgrößten polnischen Stadt Lodz wurde der Bau des „Bramę Miasta“ (zu deutsch „Stadttor“) Ende Mai 2020 abgeschlossen. Bei dem Mitte 2017 begonnenen Projekt handelt es sich um einen Komplex aus zwei dreizehnstöckigen Bürogebäuden

Die Textil- und Industriestadt Lodz erlangte im 19. Jahrhundert insbesondere durch Zuwanderung ihre heutige Größe. Da sie während der Kriege größtenteils von Zerstörung verschont blieb, sind die alten Fabrikhallen auch heute noch Teil des Stadtbilds. Wirtschaftliche Krisen blieben dem multikulturellen Lodz jedoch nicht erspart.

Daher lernten die Bewohner, ihre Stadt scheinbar immer wieder neu zu erfinden – und so befindet sie sich auch heute noch im stetigen Wandel. Dies zeigt sich insbesondere im Bestreben, attraktive Treffpunkte im
Zentrum der Stadt zu schaffen. Viele der einstigen Fabrikgebäude fungieren heute als Veranstaltungsorte oder Museen und die ehemalige Poznański-Textilfabrik wurde zur „Manufaktura“ umgebaut, dem größten Einkaufszentrum der Stadt. So wird die historische Vergangenheit zwar bewahrt, den alten Ziegelsteingebäuden aber neues Leben eingehaucht.

Geografische Lage

Auch das neue Stadttor „Bramę Miasta“ fungiert seit Ende Mai 2020 als attraktiver Treffpunkt. Gelegen
im geografischen Mittelpunkt der Stadt, in dessen Nachbarschaften vor allem Behörden und Verwaltungsgebäude stehen, verbindet dieser Teil der Innenstadt Wirtschaft, Transport und
Kultur miteinander: So liegt gleich dahinter der Bahnhof „Łódź Fabryczna“, der erst vor wenigen
Jahren aufwendig modernisiert wurde. Zudem befindet sich in unmittelbarer Nähe das Lodzer
Kulturhaus, das ein Kino und die ArturRubinstein-Philharmonie beherbergt, dessen Orchester und Chor europaweit bekannt sind.

Außergewöhnliches Design

Der Komplex „Bramę Miasta“ besteht aus zwei dreizehnstöckigen Bürogebäuden. Diese sind so platziert,
dass der Eindruck eines Stadttors entsteht, durch das Passanten hindurchspazieren können. Das größere, bereits im Mai 2019 eröffnete Gebäude B bietet 27.000 m2 Bürofläche und wird nun durch das 13.800 m2 große Gebäude A ergänzt. So soll der Komplex Raum für 5.000 Arbeitsplätze bieten. Investor ist das multinationale Bauunternehmen Skanska aus Schweden, die Planung und Umsetzung übernahm das polnische Architekturbüro Medusa Group, das vor allem für zurückhaltende Industriearchitektur bekannt ist.

Die großzügigen Glasflächen an den Seiten der Gebäude reflektieren die umliegenden Fassaden wie
ein Spiegel und erwecken so den Anschein, die Stadt würde dort weitergehen anstatt von den
Hochhäusern unterbrochen zu werden. Neben großen Fensterflächen sticht vor allem der
ungewöhnliche Baustoff der Fassade ins Auge: Hier wurde Cortenstahl verwendet, der sich, anders
als seine rostähnliche Farbe vermuten lässt, aufgrund einer speziellen Beschichtung durch besondere
Witterungsbeständigkeit auszeichnet. Die Farbe schafft aber noch eine weitere Assoziation: Sie
erinnert an die historischen, ziegelroten Industriegebäude von Lodz. So wird die Verbindung zur
Geschichte der Stadt hergestellt, die sich vielerorts noch bis heute zeigt. „Wir wollten nicht einfach nur einen modernen Wolkenkratzer bauen“, betont Przemo Łukasik, Architekt bei der Medusa Group. „Ziel
war es vor allem, dass sich das neue Gebäude optimal in das Stadtbild einfügt, zur Identität von Lodz
passt und den Leuten gefällt. Es sollte kein neues Wahrzeichen entstehen.“

Effiziente Lösungen für zukunftsorientiertes Bauen

Um neusten Energiestandards zu entsprechen, mussten vor allem die vielen Glaselemente thermisch
einwandfrei sein. Im Gebäude entschied sich das Architekturbüro daher für das MB-86SI-FensterTüren-System von ALUPROF, einem der führenden globalen Hersteller von Aluminiumsystemen für
die Bauwirtschaft. Aufgrund thermischer Trennung werden hier besonders gute Isoliereigenschaften
erreicht und die Anfertigung schwerer, großflächiger Konstruktionen ohne nachteilige Auswirkung auf
die funktionellen Eigenschaften des Systems möglich. Das verwendete Türen-System MB-70HI
verringert zudem den Wärmedurchfluss sowie die Konvektion und sorgt so für eine bessere
Energieeffizienz. Zusätzlich überzeugen das elegante Design und die guten Parameter in puncto
Sicherheit.

Auch an die Fassade wurden besondere Anforderungen gestellt. Diesen optimal gerecht wurde das
MB-SR50N Efekt-System von ALUPROF. Die Semi-Structural-Glazing-Fassade in Pfosten-RiegelBauweise ermöglicht eine flexible Anpassung an die technischen Anforderungen des Projekts. Sie
zeichnet sich mit einer Tragfähigkeit von bis zu 1.100 Kilogramm durch ihre besonders hohe
Widerstandsfähigkeit aus. Dennoch erscheint sie als glatte, nur durch schmale Linien unterbrochene
Glasfläche und trägt so zur schlichten Optik bei.

Die Vorhangfassade im Obergeschoss des Objekts wurde mithilfe des Systems MB-SR50N realisiert,
womit ALUPROF ebenfalls die Oberlichter des Objekts konstruierte. Im Untergeschoss dagegen
wurden Aluminiumfenster mit thermischer Trennung verwendet. Es handelt sich hier um das System
MB-SR50N OW, das die Herstellung von großflächigen Fenstern mit optimalen technischen
Parametern ermöglicht. „Die Lösungen von ALUPROF konnten nicht nur optisch überzeugen, da sie
zur zurückhaltenden Ästhetik der Gebäude passen“, so Bożena Ryszka, Marketing- und PR-Leiterin
bei ALUPROF. „Sie tragen auch zur bestmöglichen Energieeffizienz bei.“

Auszeichnungen

Das „Bramę Miasta“ wurde in der Kategorie „Bürogebäude“ mit dem polnischen Property Design
Award 2020 ausgezeichnet. Zudem erhält das Bauwerk das amerikanische LEED Gold-Zertifikat für
umweltfreundliches, ressourcenschonendes und nachhaltiges Bauen.

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ÜBER ALUPROF SA
ALUPROF SA ist einer der führenden globalen Hersteller von Aluminiumsystemen für die
Bauwirtschaft und Teil der Unternehmensgruppe Grupa Kęty SA. Das qualitativ hochwertige Sortiment
umfasst Fenster-, Türen-, Fassaden-, Rolladen- und Torsysteme und bietet darüber hinaus
verlässliche Brandschutz- und zertifizierte Passivhauslösungen. Eine umfangreiche logistische
Infrastruktur und ein moderner Maschinenpark ermöglichen neben der eigenen Profilherstellung und
Lackiererei absolute Unabhängigkeit und Flexibilität auf dem Markt. ALUPROF ist das führende und
umsatzstärkste Unternehmen der Unternehmensgruppe Grupa Kęty und verzeichnet seit vielen
Jahren kontinuierliches Wachstum auf Märkten weltweit.

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