Eine Rückschau auf die BAU 2019

Ein Kommentar von Marc Everling, Head of Marketing Communications AGC Interpane

Foto: Interpane

Die Messe München meldete nach Torschluss der BAU wieder einmal Rekordzahlen: 250.000 Besucher, 85.000 davon aus dem Ausland. Durch den Ausbau um zwei neue Hallen hatte man erstmals die Möglichkeit, sich auf 200.000 Quadratmetern Fläche die Neuheiten von sage und schreibe 2.250 Ausstellern anzuschauen. Unser ganz persönlicher Eindruck: Die Qualität und Internationalität der Besucher haben zugenommen, die entspannten Gespräche, die wir an unserem Messestand führen durften, waren professionell und äußerst positiv. Aber durch den erneuten Ausbau der Gesamtfläche hat sich die Besucherschaft auch etwas mehr verteilt und die „Glashalle“ C3 hatte etwas weniger Frequenz. Ein Feedback übrigens, das man auch aus anderen Hallen vernehmen konnte – es „verläuft sich“ inzwischen etwas zu sehr. Wir hoffen, die BAU macht nicht denselben Fehler wie in Vergangenheit das Berliner Pendant ungenannten Namens und versucht zu sehr, ein „Mädchen für alles“ zu sein. Aber nun zu unseren Highlights der Messe.

Unser Konzept, ganzheitlich auf die innovativsten Exponate der Gruppe zu setzen, ist voll aufgegangen. Auf das größte Interesse stießen unserem Eindruck nach besonders drei Installationen:

Allem voran unser neues Vakuum-Isolierglas „Fineo“. Um das Exponat herum befand sich im Grunde während der gesamten Messedauer eine Traube von Menschen, die fragten: Wie macht ihr das, ein Vakuumisolierglas ohne Evakuierungsöffnungen? Geheimnisse konnten wir natürlich nicht preisgeben, aber allein die technischen Features überzeugten das Publikum. Ein geradezu monolithisch aussehendes, filigranes und helles VIG aus zwei mindestens drei Millimeter dicken Glasscheiben, eine iplus 1.0 T Wärmedämmbeschichtung und dazwischen 0,1 Millimeter echtes Vakuum. Die Scheiben ohne herkömmliche Dichtung, stattdessen werden sie im Produktionsprozess im Randbereich keramisch aufeinander geschmolzen. Heraus kommt ein Ug-Wert 0,4 bis 0,7 W/(m²K) – so dämmt die dünne Isolierglaseinheit ebenso gut, bzw. besser als eine ungleich schwerere Dreifach-Wärmedämmverglasung. Mehr Licht: Die Tageslichttransmission, verglichen mit einer herkömmlichen Dreifachverglasung mit zwei Low-E-Schichten, ist um rund 15 Prozent höher. Der solare Energieeintrag steigt sogar um rund 30 Prozent, was in den kalten Wintermonaten die Heizkosten erheblich senkt. Sogar der Schallschutz verbessert sich um durchschnittlich 3 Dezibel (RW + Ctr nach EN 12758). Die Folge: Architekten, Fensterbauer und Ingenieure interessierten sich gleichermaßen für diese Innovation. Im April wird die Produktion angelaufen sein und wir fangen an zu liefern. Wer auf dem Laufenden gehalten werden möchte, schreibt einfach eine E-Mail an printerpane.com – wir informieren Sie gern, sobald es Neuigkeiten zur Verfügbarkeit, den Lieferwegen und allen weiteren Details gibt.

Auf ebenso hohes Interesse stieß unsere sechs Meter hohe und ca. fünf Meter breite LED-Wall, auf der wir uns als Gruppe filmisch präsentierten und unsere herausragendsten Services vorstellten: OverSized Produkte, also High-End-Funktionsbeschichtungen auf Scheiben von mehr als 18 Metern Länge, mit denen man ganze Stockwerke mit nur einer Scheibe verglasen kann. Und „Coating on Demand“, einen Service mit dem Architekten die Glasfassade ihres Gebäudes buchstäblich einzigartig gestalten können. Die technischen und ästhetischen Eigenschaften werden mit einer speziellen Software individuell definiert und als fotorealistisches Rendering simuliert. Im Anschluss erfolgt die Produktion eines ersten Glas-Samples und Mockups – alles am selben Tag. Jede „on Demand Beschichtung“ bleibt dem Architekten exklusiv vorbehalten. Den mit diesem Service realisierten Skyscraper „Vista Tower“ (Studio Gang Architects) haben wir direkt mal daneben gestellt – im Maßstab 1:300 in einer exklusiven Vitrine aus dem Anti-Reflex-Glas „Clearsight“. Die Vitrine war so einzigartig gut verarbeitet, dass selbst gestandene Glasermeister feuchte Augen bekamen und feststellten, dass man beim Einblick von vorn kaum noch die hinteren Kanten des Kubus definieren konnte – sie war nahezu unsichtbar. So gut hat unser Partner Glas Mangstl die beidseitig entspiegelten Verbundsicherheitsglasscheiben für uns auf Gehrung geschliffen und zu einem Kubus verbunden. Danke dafür – eine einzigartige Präzisionsarbeit, die künftig einen Ehrenplatz im Entwicklungszentrum der AGC Gruppe, dem AGC Technovation Center in Belgien erhält.

Unser drittes Highlight war literarischer Natur und ein besonderes Bonbon für Architekten und Glas-Verarbeiter: die neue Ausgabe des Handbuches „Gestalten mit Glas“, die zur BAU in der 10. Auflage erschien. Wir dachten, wir hätten es mit der Menge der mitgebrachten Exemplare etwas übertrieben, doch die Besucher hatten mehr als 500 Exemplare schon nach vier Messetagen vergriffen. Interessierte können es natürlich weiterhin bei uns bestellen, gegen eine Schutzgebühr von 10 Euro per E-Mail an printerpane.com.

Soviel zu den „Blockbustern“ unseres Messestandes. Was wir sonst noch ausgestellt haben, in Kürze: Beim Thema Sonnenschutz zeigten wir einen breiten Überblick über die „Stars“ der internationalen Architektur: Produkte aus der ipasol und Stopray Produktpalette, von hoher Tageslichttransmission und moderatem g-Wert bis zu Produkten mit sehr niedrigem g-Wert, reflektierende und niedrig reflektierende Produkte sowie vorspannbare und biegbare Neuprodukte. Beim neuen Aktivglas „Glassiled Uni“ sorgen im Randverbund integrierte LEDs für eine gleichmäßige Beleuchtung der kompletten Glasscheibe, so dass sich ganze Fassaden oder auch einzelne Bereiche farbig beleuchten oder sogar animieren lassen. Für Farbe und Privatsphäre steht auch das Verbundsicherheitsglas „Stratobel Colour“: Von transparent über transluzent bis opak bietet dieses Glas durch die Verwendung mehrerer Folien einer Farbe Lichtdurchlässigkeit ganz nach Wunsch. Somit besteht die Möglichkeit bei Architekturprojekten im Innen- und Außenbereich mit Transparenz zu spielen und Farbe mit Ästhetik und Sicherheit zu verbinden. In diesem Bereich wurden auch unsere Dekorgläser „Lacobel T“ und „Matelac T“ ausgestellt und die vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten veranschaulicht – die Produkte sind farblich perfekt auf die gezeigten Varianten aus dem Stratobel Colour Programm abgestimmt. Individuelle Farbtöne für die Dekor- und Verbundsicherheitsgläser werden über den Service „My Colour by“ ab einer Bestellmenge von 200 Quadratmetern erstellt.

Fotos: Copyright René Müller / AGC INTERPANE  www.interpane.com

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